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~---~((( CHRONIK )))~---~

Autor: (Walter Bieber)
DAS SCHÜTZENWESEN IN KÖNIGSBERG

Ursprung und historische Vergangenheit der Schützengesellschaft Königsberg in Franken

Die Schützengesellschaft Königsberg ist ohne Zweifel die älteste Vereinigung von Königsberger Bürgern. Ihr Ursprung reicht nach dem heutigen Erkenntnisstand bis ins 15. Jahrhundert zurück. In der Festschrift zur 550- Jahrfeier der Bürgerl. Schützengesellschaft von 1443 Schweinfurt - im Jahre 1983 - wird ein am 4 Juli 1462 ergangener Ladebrief beschrieben, der zum Landkleinodschießen nach Schweinfurt einlud.
Aus ihm geht hervor, dass nur mit Armbrust geschossen wurde und dass damals so etwas wie ein fränkischer Schützenbund bestanden haben muß, ein wohl lockerer Zusammenschluß fränkischer Schützengesellschaften, deren verbindendes Merkmal eben das Landkleinodschießen war.

Diesem Bund gehörten die Schützenvereinigungen folgender Städte und Dörfer an:

Schweinfurt Geroldshofen Meiningen
Röttingen Windsheim Haßfurt
Hildburghausen Bieberehren Würzburg
Zeil Schmalkalden Aub
Heidingsfeld Eltmann Königshofen
Dettelbach Mainbernheim Ebern
Hammelburg Großlangheim Ochsenfurt
Coburg Arnstein Großrinderfeld
Kitzingen Königsberg Karlstadt
Eibelstadt Iphofen Münnerstadt
Wertheim Frickenhausen Stadtschwarzach
Neustadt a. d. S. Tauberbischofsheim Sommerhausen
Volkach Mellrichstadt Mergentheim
Winterhausen Theilheim

Die Königsberger Schützen waren also 1462 schon dabei !

Der Bundesbereich umfasst so das ganze Unterfranken (mit Ausnahme des Kurmainzer Untermaingebietes), ein Stück von Württembergisch-Franken, einen Teil Mittelfrankens - und reichte nördlich und östlich weit hinein ins thüringisch-sächsisches Gebiet. Eine stattliche Ausdehnung.

Auch in der Festschrift zur 500-Jahrfeier der Schützengesellschaft Kitzingen - im Jahre 1908 ist Königsberg auf einer Ladebrief-Verteilerliste von Anfang des 16. Jahrhunderts vermerkt.

Nachdem mehrere Schützengesellschaften rund um Königsberg in ihrem Namen Jahrezahlen aus dem 15. Jahrhundert führen, z.B. Schweinfurt 1433 - Haßfurt 1430 - Zeil 1499 - Ebern 1430, besteht für uns kein Zweifel, dass auch die Königsberger Schützen zu dieser Zeit schon bestanden, nachweislich zumindest schon 1462.

Ein weiterer Beweis ist ein Bild der Bruderschaft St. Sebastiani aus der die Schützengesellschaft hervorgegangen ist am Chor der Marienkirche,

Das genannte Bild befindet sich an der südöstlichen Außenwand der Kirche, ist ca. 1,3 x 1,4 m groß und ist in rostbrauner Farbe auf die glatte Sandsteinwand aufgemalt. Die Verwitterung ist leider schon sehr weit fortgeschritten. Man darf gespannt sein, ob bzw. wie das Bild im Zuge der derzeitigen Außenrestaurierung der Kirche (2004/2005) wieder hergestellt wird. Professor Oelenheinz schreibt in seinem Buch: "Der Franken-Spiegel", das vor etwa 85 Jahren erschienen ist sehr ausführlich über die hiesige Bruderschaft St. Jacobi und St. Sebastiani. Es gibt die noch erhaltene Verfassung der im Jahre 1442 gegründeten St. Sebastiani Bruderschaft in Volkach wieder und ist der Meinung, dass auch die Verfassung der Königsberger Sebastiani-Bruderschaft so gewesen sein muss. Er listet, bezogen auf das Jahr 1520, die Aktivitäten und Besitztümer der hiesigen Bruderschaft auf, wozu auch ein vom "Mahler Willibald" gestifteter Weinberg am "Dotsgraben" und vor allem eine Schießstätte gehörten.

Zum genannten Bild schreibt er wörtlich:

"Das Bild, welches außen am Chor der Marienkirche auf die Mauer gemalt ist und jüngst unter Leitung des Verfassers wiederhergestellt wurde, stammt auch von dieser Bruderschaft. Es stellt ja die Marter St. Sebastians dar, wie er an einem Pfahl gebunden von zwei Armbrustschützen beschossen wird. Nach dem Bild zu schließen, das spätestens 1470 gemalt, ist die Sebastians-Bruderschaft älteren Datums, als die Akten erweisen können. In der Sebastiansbruderschaft hat die Schützengesellschaft Königsberg Ihren Ursprung zu suchen"

Wie wir inoffiziell in Erfahrung brachten, wurden die vorhandenen Protokollbücher nach dem zweiten Weltkrieg - vermutlich erst 1958 - von einer desinteressierten Peson verbrannt und damit wertvolle historische Dokumente vernichtet. In jahrzehntelanger mühevolle Kleinarbeit ist es mir gelungen ca. 170 Seiten an alten Schriftstücken ausfindig zu machen und Kopien anzufertigen. Anhand dieser Unterlagen können einige Vorgänge zwischen 1856 und 1944 nachvollzogen werden. So wissen wir heute, dass man sich seit 1858 bei der Herzoglichen Landesregierung in Coburg intensiv bemühte den Status einer:"Juristischen Person" zu erlangen, d. h. man wollte: "Privilegiert" werden, was dem heutigen e.V. entspricht. Nur mit dieser:"Rechtsfähigkeit" wäre es möglich gewesen für den geplanten Schießstandbau einen Kredit aufzunehmen.

Mustergültigen Statuten mit insgesamt 24 §, erstellt am 30. März 1858, wurden mehrfach abgelehnt, zuletzt am 28. Februar 1859. Die Begründung war für die Vorstandschaft eine Diskriminierung übelster Art.

Wahrscheinlich wurde erst 35 Jahre später wieder ein Vorstoß unternommen, denn analog des Schreibens des "Herzoglichen Staatsministerium" vom 13 Sept. 1894 bestanden gegen die Statuten keine Bedenken. Wann genau die Verleihung erfolgte ist nicht bekannt. Erwiesen ist allerdings, dass die Gesellschaft bis 1945 in ihrem Namen den Zusatz "Privilegiert" führte. Was Schießstände betrifft war es in Königsberg - zumindest in den letzten 150 Jahren - sehr schlecht bestellt, sowohl für die Schützengesellschaften als auch für die Bürgerwehr bzw. den Vorgängern wie die Bürgercompanie, die Bürgerschützencompanie oder dem Wehrverein. Die uns bezüglich der Schießstände vorliegenden Dokumente reichen bis 1856 zurück. Die Schützengesellschaft hatte ihren Schießstand damals schon im östlichen Teil des Wallgrabens der Burgruine auf dem Schloßberg.

Geschossen wurde auch auf dem sog. "Bleichrasen", etwa von der jetzigen Bleichdammshütte in Richtung Stadthalle und ab 1905 von der Alleestraße in Richtung Lauerbach. Aber auch an der Südspitze des Sachsengrundes gab es einen Schießstand, dort wurde vom Ostrand des Lehmgrubenholzes über die Lämmleinswiesen und den Krumbach(Krebsgraben) in den Hang am Fuß des Roßberges geschossen. Ob die Schützengesellschaft diesen Stand mitbenutzte ist nicht nachgewiesen.

Zu bemerken ist, dass alle genannten Anlagen ungenügend gesichert waren.

Unmittelbar nach Kriegsende wurde die Gesellschaft von der US-Militärregierung 1945 zwangsweise aufgelöst und ruhte 17 Jahre. Erst Anfang 1962 konnte ich mit ein paar Freunden die Wiederbelebung anregen, die offiziell am 14. April des gleichen Jahres erfolgte. Am 27. April 2002 konnte die Schützengesellschaft die 40jährige Wiederkehr dieses denkwürdigen Tages in der hiesigen Stadthalle feiern, sowie am 24 Juni 2004 den 100. Jahrestag der Fahnenweihe am 19. Juni 1904.

Begonnen habe wir 1962 mit Luftgewehr und Luftpistole im Viktoria-Saal - sind umgezogen in den Saal des Schwarzen Bären - haben zwei Jahre in Unfinden und Hofheim geschossen - sind zurück in den Viktoria-Saal und im Herbst 1978 in, das damals neue Sportzentrum, wo wir uns seit 26 Jahren auf engsten Raum um gute Ergebnisse bemühen.

Das leidige Thema: "Schießstand bzw. Schützenhaus" steht nach wie von im Raum. Zwischen 1952 und 1989 gab es sieben verschiedene eingabefähige Bauplanungen - vom Schützenhaus bis zum 100m Großkaliber-Schießstand. Alle Vorhaben sind gescheitert, überwiegend am Widerspruch der Stadt. Lediglich der Bau eines Sommer-Schießplatzes für, das Bogenschießen konnte 2001 realisiert werden

Walter Bieber
Ehrenschützenmeister

Es sind nur einzelne Menschen die sich wirklich die Mühe machen, alles oder wenigstens ein Teil verloren gegangener Geschichte uns zugänglich zu machen, so dass die Tradition und Geschichte in uns weiter leben kann !

Walter, Ich möchte mich bei Dir für Deine mühevolle Suche nach Artefakten und Dokumenten aus unserer Vereingeschichte im Namen der SG. recht herzlich bedanken.

(Hans Bätz Webmaster SG)

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Gründung der Bogenabteilung

Im Jahre 1994 hatte unser Schützenbruder Willi Mäusbacher die Idee den Verein um eine Sportart zu bereichern. In seiner damaligen Funktion als Gausportleiter wusste er daß das Bogenschießen bei der BSG Schweinfurt sehr beliebt ist. So setzte sich die Vorstandschaft der SG Königsberg zusammen und kam zum Entschluss die Bogenschützen der BSG zu einem Werbeschießen einzuladen. Im Sommer fand dann dieses Werbeschießen statt bei dem viele Neugierige kamen. Da großes Interesse bestand beschloss die Vorstandschaft der SG einige Bögen und Scheiben zu kaufen.
Die Neugierigen entwickelten sich zu leidenschaftlichen Jungschützen und so entstand im Frühjahr 1995 die Bogenabteilung.

Da sie nur am Sonntagvormittag auf dem Sportplatz trainieren konnte, suchte man nach einer Möglichkeit um ein beständiges Training im Sommer wie auch im Winter durchführen zu können. Fündig wurden wir in Altershausen in der Haßberghalle. Wo auch unser erstes Bogenturnier 1996 stattfand und sogleich auch das letzte in diesem Ortsteil . Trotz stetiger Bemühung sich mit den Ureinwohnern aus Altershausen zu verständigen gelang es uns nicht den Nutzungsvertrag für die Halle zu verlängern. So mußten wir notgedrungen unser neues Winterquartier im Saale der Gastwirtschaft Schwarzer Bär aufschlagen. Was nicht unbedingt unser Nachteil war. Denn im Jahre 1999 hatten wir unseren ersten Bayerischen Meister in der Schülerklasse A Benedikt Büschelberger . Was ihm zugleich die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft einbrachte, es war das erste mal in der Vereinsgeschichte das ein Schütze zur Deutschen fährt. Da wir ja nur ein Winterquartier hatten und im Sommer auf dem Sportgelände ausweichen mußten, wurde es auf Grund der hohen sportlichen Aktivitäten für uns zu eng. Im Jahr 2001 stellte uns die Stadt Königsberg ein Gelände oberhalb des Sportplatzes zur Verfügung welches mit großer Erdbewegung unser Bogenplatz wurde. Das dann im Jahre 2002 in einer kleinen Feier vom ersten Bürgermeister Erich Stubenrauch eingeweiht wurde.

Das Jahr 2002 war für die Bogenabteilung das erfolgreichste Jahr seit seinem Bestehen, denn Tobias Müller wurde Bayerischer Vizemeister in der Jugendklasse Compound (Hallenrunde) und Erster in Krefeld bei der Deutschen Meisterschaft was es bisher in der Geschichte der Schützengesellschaft Königsberg noch nicht gegeben hat, einen Deutschen Meister. Er war auch der erste Deutsche Meister von Königsberg. In seinen 10 jährigen Bestehen der Bogenabteilung wurden sehr viele Gau- und Bezirksmeistertitel und Turniersiege errungen wobei ich auf namentliche Erwähnung verzichte denn dieses würde den Rahmen sprengen.



Wolfgang Müller
Abteilungsleiter Bogen

Wolfgang, auch bei dir möchte ich mich im Namen der Bogenabteilung und SG recht herzlich für deine langjährige unermüdliche Arbeit die mit Stress, und Ärger beladen waren bedanken.

(Hans Bätz Webmaster SG)

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